Gin
Der Barklassiker

 | smykker Mag VOL 6

Crystal Clear

Gin. Klare Sache mit Stil

Das macht Eindruck: Rund 5.500 unterschiedliche Gins, hergestellt in 68 verschiedenen Ländern, können Barkeeper*innen und Freund*innen gepflegter Cocktails mittlerweile zählen. Wenn man allerdings bedenkt, welchen Siegeszug das Getränk in den letzten 20 Jahren hingelegt hat – gar nicht so erstaunlich. Dabei reicht die Entstehungsgeschichte des Gins bis weit vor das 16. Jahrhundert zurück. Warum uns das bei smykker so fasziniert? Weil wir alles lieben, was Menschen inspiriert oder Trends bestimmt. Und da kommt der Gin mit seinem kristallklaren, fast kühlen und durchsichtigen Erscheinungsbild genau richtig. Und zwar so richtig, dass uns seine klare Optik zu einer ganzen Kollektion angeregt hat.

Die reine Ginspiration

Aber was genau ist Gin eigentlich? Gin ist eine Spirituose, die aus einem Zusammenspiel von neutralem Alkohol, Wacholder und verschiedenen Zutaten, den sogenannten Botanicals, hergestellt wird. Während mindestens 37,5% Alkohol und die Wacholderpflanze die feste Basis sind, ist der Kreativität bei den beigefügten Botanicals, die eine Mischung aus Pflanzen und Gewürzen sind, nahezu keine Grenze gesetzt: Ob Gurke, Basilikum, Minze, Nelke, Koriander, Flieder, Salbei oder Lavendel – die Liste ist endlos fortzusetzen. Einige Gin-Sorten bestehen aus bis zu 50 Kräutern und Gewürzen. Einmal mazeriert und destilliert, entstehen so ein einzigartiger Duft und individueller Geschmack.

Die Story eines Barklassikers

Gin besitzt eine lange und faszinierende Geschichte. Eigentlich stammt der Gin aus den Niederlanden. Dort wurde er von dem Arzt Sylvius de Bouve entwickelt und wegen seiner Wacholderbasis als Medizin verabreicht. Dafür schmeckte er erstaunlich gut! Den Namen leitete er wahrscheinlich vom französischen Genièvre ab, was Wacholder heißt. Durch die Kriegswirren bekamen das Getränk schließlich die Brit*innen in die Finger (oder besser gesagt an den Gaumen). So dauerte es nicht lange, bis auch in England Kräuter eingelegt und destilliert wurden. Erst einmal in Großbritannien angekommen, ging die Karriere des Gins steil. Aus Genever wurde Gin. Übrigens: Genever war und ist der historische Vorläufer des Gins, er ist aber bis heute eine eigenständige und souveräne Gattung.

Qualitäts-Gin, wie wir ihn heute kennen, entwickelte sich allerdings erst ab dem Ende des 19. Jahrhunderts: Die industrielle Revolution und neue Destillationsanlagen machten die Herstellung sowohl einfacher und günstiger als auch sicherer. Und zahlreiche Fortschritte auf anderen Gebieten wie Chemie, Botanik oder Pharmazie, aber auch der Politik veränderten allmählich den generellen Umgang mit Alkohol. So wurde Gin auch ein zentraler Bestandteil der klassischen Bar, die sich ab ca. 1880 zunächst in den USA und später in Europa zu verbreiten begann. Der Monkey 47 ist wohl der bekannteste deutsche Gin. Und mit seinem Erscheinen 2010 gehört er, zusammen mit dem Duke aus München, auch zu den ersten deutschen Wacholderdestillaten, die wirklich von sich reden machten. Damit kann man ihn durchaus als eine Art Wegbereiter für zahlreiche Gin-StartUps in Deutschland sehen: Ohne den Erfolg des Monkey 47 Schwarzwald Dry Gins wären die meisten deutschen Gins wohl niemals entstanden.

How to Gin?

Die Herstellung eines London Dry Gin – der gängigsten Gin-Sorte – geschieht in der Regel in vier Schritten.

  1. Mazeration: Der Wacholder, also die Basis des Gins, und die Botanicals, die für den Gin ausgewählt wurden, werden in neutralen Alkohol eingelegt. Dabei gehen die Duft- und Geschmacksaromen der Botanicals in den Alkohol über.

  2. Destillation: Das zuvor gefertigte Mazerat wird erhitzt. Die Dämpfe des Alkohols steigen auf und verflüssigen sich durch die anschließende Abkühlung wieder. Das Ergebnis davon ist das Gin-Destillat – und damit der schon quasi fertige Gin.

  3. Lagerung: Im nächsten Schritt wird der noch hochprozentige Gin für mehrere Wochen oder gar Monate gelagert, um all seine während der Mazeration beigefügten Aromen zu verinnerlichen. Ähnlich wie bei anderen Spirituosen wird auch er in dieser „Reifezeit“ nicht angerührt.

  4. Abfüllung: Nach der Lagerung kann der Gin abgefüllt werden. Dafür wird er verdünnt – ganz einfach mit Wasser, bis sein Alkoholgehalt noch mindestens 37,5% beträgt.

Von Klassikern und Geheimtipps

Eine Bar ohne die bekannten Gin-Cocktails wie Dry Martini, Gimlet, Gin Fizz, Tim Collins, Negroni oder White Lady? Absolut undenkbar! Dabei kannst du aber auch jenseits der Klassiker großartige Rezepte finden. Übrigens: Das einstige Lieblingsgetränk von Queen Mum und sicherlich der bekannteste Gin-Cocktail ist der Gin Tonic.

Wir von smykker haben allerdings den Bee’s Knees zu unserem Frühlings-Favorit erkoren. Cheers!

Das Gin-Rezept zur smykker-Kollektion

Bee’s Knees Rezept

Der Bar­klassiker Gin

Erfahre, welche deutschen Gin-Sorten es gibt und wie du den Gin-Cocktail Bee’s Knees mixt.

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Zutaten

  • 6 cl Gin
  • 3 Tl Honig
  • 2 cl Zitronensaft

Zubereitung

  • Honig und Gin in den Shaker geben und  rühren, bis sich der Honig auflöst

  • Eis und Zitronensaft hinzugeben und kräftig shaken

  • in eine gekühlte Coupette abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren

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